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Alpine Wellness – was heißt das eigentlich?

Ein Gespräch mit Franz Hinteregger zum Spa-Konzept unseres Hauses
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Als einer der ersten Hoteliers in Südtirol setzten Sie auf ein naturnahes Wellnessangebot. Wie sieht so etwas aus?

Franz Hinteregger: Unsere Gäste können sich überall im Lüsnerhof der Natur ganz nah fühlen. Das beginnt schon bei der Architektur: Unser Haus wurde komplett aus einheimischen Hölzern – Lärche, Fichte und Zirbel – erbaut, in den Zimmern duftet es regelrecht nach Holz. Und wenn Sie schwimmen wollen, dann gibt es natürlich auch einen Pool, aber ein wirklich authentisches Erlebnis ist das Eintauchen ins prickelnd-frische Wasser unseres Badeteichs im Garten. Er ist mit reinem Quellwasser von der Lüsneralm gefüllt.

Wie lässt sich ein Spa-Erlebnis in die Natur rund um das Haus integrieren?

Franz Hinteregger: Nehmen Sie unsere Bachsauna. Sie liegt idyllisch in einem kleinen Wäldchen oberhalb des Wildbachs, der von der Lüsneralm ins Tal rauscht. Wenn Sie in dem urigen „Badl“ schwitzen, schauen Sie durchs Fenster direkt auf das Bachbett. Dort können Sie sich später unter einem eiskalten Quellwasserstrahl erfrischen. Mehr Entspannung geht nicht.

Für Ihr Spa liessen Sie sich auch von traditionellem alpinem Brauchtum inspirieren. Was hat die Lüsneralm da zu bieten?

Franz Hinteregger: Es existiert bei uns noch viel Wissen aus der Tiroler Volksmedizin. Aber es ist ein Wissen, das verloren geht, wenn man es nicht weiterträgt. Das war unser Impuls. Auf einer Südtiroler Almwiese wachsen zwischen 40 und 60 Kräuter, die man essen oder für das Wohlbefinden nutzen kann. Man muss sie nur kennen.

Wie nutzen Sie das überlieferte Wissen für Ihre Gäste?

Franz Hinteregger: Im Spa bieten wir zum Beispiel eine Packung mit hausgemachtem Latschenkieferöl, die auf die Atemwege und bei Durchblutungsstörungen wirkt. Im traditionellen Lüsner Almheubad kommen Heilkräuter wie Thymian, Arnika, Fingerkraut und Enzian zum Einsatz. Und einmal die Woche organisieren wir für unsere Gäste eine Kräuterwanderung mit einer Expertin zu einem der kräuterreichsten Steilhänge der Region. Im Sommer duftet es dort intensiv nach Wermut, den schon unsere Ahnen bei Verdauungsstörungen einsetzten. Wir nutzen den Wermut als Duft in der Sauna und verarbeiten ihn zu Salben und Tinkturen.

Ihr Hotel liegt am Fuß der Lüsneralm, am Eingang zu den Dolomiten. Wie integrieren Sie die Bergwelt in Ihr Wellnessprogramm?

Franz Hinteregger: Alpine Wellness ist immer ganzheitlich. Das bedeutet auch, hinaus in die Natur zu gehen. Wir bieten täglich außer Sonntag eine geführte Wanderung an. Wir möchten unsere Gäste anregen, auf die Berge zu gehen, dort Ruhe und Kraft zu tanken. Bergwandern in einer Höhe zwischen 1500 und 2500 Metern hat eine enorm gesundheitsfördernde Wirkung. Die dünne Luft ist gut für die Lunge, die Produktion roter Blutkörperchen wird gefördert.
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